Bella Italia fredda I – Cinque Terre

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Am 27. Februar haben wir uns auf dem schnellsten Weg vom Süden der Provence nach Ligurien/Italien, in die Cinque Terre an der Riviera di Levante begeben. Die Autostrada dei Fiori – die „Autobahn der Blumen“, die sich entlang der Küste kurvenreich windende A10 – ist allerdings eine echte Herausforderung für Körper, Geist und Seele.
(Wer sich für die einfallsreichen Namen sowie Messdaten zu den Dutzenden Tunneln und Brücken interessiert, die man aus Frankreich kommend von Giraude an passieren muss, kann sich bei Wikipedia einen Eindruck davon verschaffen.)
Daher haben wir uns entschieden, in der Provinz Savona die Ausfahrt Spotorno – plus ein paar zusätzliche S-Kurven auf uns – zu nehmen, um die winterlich früh beginnende Nacht am Waldrand oberhalb von Vezzi Portio zu verbringen und am nächsten Tag „frisch“ in die Fünf Lande aufzubrechen. Frisch war es dort, in den bewaldeten Bergen, tatsächlich, so dass uns die Aussicht auf sonnigere südlichere Gefilde den Abschied von der schönen Aussicht aus dem Fenster nicht gerade schwer gemacht hat.

Uns war bereits klar, dass wir mit unserem Bus nicht bis in die bunten Fischerdörfer kommen würden, weil die zentralen Bereiche für Besucher und Besucherinnen gesperrt sind. Daher hatten wir gehofft, an der – steilen… – Küstenstraße SP370 oberhalb derOrtschaften einen Stellplatz ergattern zu können. Allein die Fahrt entlang dieser auch am letzten Februartag vielbesuchten Panoramastrecke war für uns abenteuerlich genug, um anschließend direkt einen der wenigen geöffneten Campingplätze – in Levanto – anzufahren.

Den Abend und nächsten Tag haben wir vor allem damit verbracht, nicht einfach nur durch kleine Gassen oder über größere Plätze zu schlendern und Treppen hoch und wieder runter zu steigen, sondern dabei auch das pflanzenfressergeeignete kulinarische Angebot entlang des circa 12 Kilometer langen Küstenstreifens zu durchforsten. Ausgerüstet mit der Cinque Terre Card, die es erlaubt, Züge und Busse zu nutzen, haben wir der Reihe nach Riomaggiore, Manarola, Corniglia und Vernazza einen Besuch abgestattet; auf Monterosso al Mare hatten wir dann – nach Sonnenuntergang – keine Lust mehr.

In Levantos Mezzaluna hatten wir uns auch mit unseren tierproduktfreien Extrawünschen gleich so wohlgefühlt, dass wir uns auch am zweiten Abend wieder dorthin bewegt und eine weitere Pizza nach neapolitanischer Art – mit dem breiten Rand und seinen charakteristischen schwarzen Flecken – haben schmecken lassen.

Die als Nationalpark geschützte Gegend ist wirklich ein hübsch anzusehendes Stückchen Erde. Ob es auch dauerhaft seinem Erhalt dient, dass es jedes Jahr von Touristen und Touristinnen überflutet wird, die wahrscheinlich viel Geld, aber auch viel Arbeit mit sich bringen und Müll produzieren, wird die Zeit – die ja gerne Veränderungen mit sich bringt – zeigen.

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